Palmsonntag
Mit dem Palmsonntag begann die Heilige Woche. Am Tag zuvor waren Familien zum gemeinsamen Palmbinden ins Forum eingeladen. Die Beteiligung war in diesem Jahr leider gering. Umso dankbarer sind wir der Jubla, die erneut den großen Palmbaum gestaltete, der vor dem Forum aufgestellt wurde.
Die Liturgie des Palmsonntags begann traditionsgemäß im Freien mit der Segnung der Palmsträuße. Mit dem Ruf „Hosianna – hilf doch!“ erinnerten wir uns an den Einzug Jesu in Jerusalem, als ihm die Menschen jubelnd entgegenzogen – und zugleich daran, wie schnell sich dieser Jubel in Ablehnung verwandeln konnte. Nach der feierlichen Prozession in die Kirche wurde im Gottesdienst die Passion gelesen und so der Weg Jesu in seinem Leiden liturgisch nachvollzogen.
Hoher Donnerstag
Am Hohen Donnerstag erinnerten wir uns in besonderer Dankbarkeit daran, dass Jesus sich uns in der Heiligen Eucharistie selbst schenkt. In diesem festlichen Rahmen durfte Ilana Bernhart aus unserem Pastoralraum ihre Erstkommunion feiern. Unterstützt von ihrem Ehemann und ihrem Paten erneuerte sie zuvor mit brennender Kerze ihr Taufversprechen. Am 24. April wird sie in Solothurn von Bischof Felix die Erwachsenenfirmung empfangen.
Zur Feier des Hohen Donnerstags gehört auch die Fußwaschung. Zwölf Menschen aus der Gemeinde stellten sich stellvertretend zur Verfügung und nahmen damit den Auftrag Jesu auf: „Wascht einander die Füße.“ Dieses Zeichen steht für jede Form von Dienst und Nächstenliebe.
Nach der Ölbergstunde, in der das Allerheiligste zum Seitenaltar übertragen und in Stille angebetet wurde, versammelte sich die Gemeinde im Forum zur Agape, dem Liebesmahl. Nach der Segnung von Brot und Wein lauschten wir drei kurzen Texten über die Bedeutung des Brotes in unserem Alltag – und darüber, warum Jesus gerade dieses Zeichen erwählte, um sich uns in der Kommunion zu schenken.
Karfreitag
Zur Todesstunde Jesu um 15 Uhr versammelte sich die Gemeinde zur Karfreitagsliturgie. In dieser schlichten und eindrücklichen Feier wurde das Leiden und Sterben Jesu am Kreuz in drei Teilen bedacht: Im Wortgottesdienst mit der Johannespassion und den Großen Fürbitten wurde auch der heute Leidenden, insbesondere der Menschen in den Kriegsgebieten, gedacht. Anschließend wurde das Kreuz enthüllt und verehrt. Den Abschluss bildete die Austeilung der Heiligen Kommunion.
Osternacht
Endlich Ostern! Mit dem freudigen Ruf „Christus ist auferstanden – er ist in Wahrheit auferstanden“ begann die Feier der Osternacht. Zuvor wurde auf dem Alten Friedhof das Osterfeuer entzündet und gesegnet. An diesem Feuer wurde die Osterkerze entzündet und mit dem dreimaligen Ruf „Lumen Christi“ in die dunkle Kirche getragen. Die Gläubigen entzündeten ihre Kerzen am Licht der Osterkerze und lauschten dem Exsultet, dem feierlichen Lobgesang auf das Licht des auferstandenen Christus, sowie den Schriftlesungen. Mit der Osterkerze wurde schließlich auch das neue Tauf‑ und Segenswasser geweiht.
Zum Abschluss der Liturgie traf man sich vor der Kirche zum traditionellen Eiertütschen. In fröhlicher Atmosphäre wünschte man einander frohe und gesegnete Ostern.
Ostersonntag
Den festlichen Höhepunkt der Heiligen Woche bildete der Ostersonntagsgottesdienst. Der Münsterchor unter der Leitung von Jörg Hoffarth, unterstützt von Daniel Zehnder an der Orgel sowie weiteren Solistinnen und Solisten, gestaltete das gut besuchte Hochamt musikalisch und führte die Missa brevis von Wolfgang Amadeus Mozart auf. Die festliche Musik ließ die Osterfreude nochmals auf besondere Weise erfahrbar werden.
Am Ostermontag waren schließlich vor allem Familien mit Kindern aus dem Pastoralraum eingeladen. Der Bericht dazu findet sich auf der Pastoralraumseite.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen Helferinnen und Helfern sowie den zahlreichen Mitwirkenden. Ohne ihr großes Engagement wäre diese Heilige Woche nicht zu einem so eindrücklichen, lebendigen und geistlich reichen Ereignis geworden.
Cordula Napieraj














































