Im Grossen, in der Welt: Für viele Menschen wäre schon ein Waffenstillstand eine Form von Frieden. Aber reicht das?
Und wie sieht Frieden im Alltag aus – in unserem Ort, am Arbeitsplatz, in der Schulklasse, in der Nachbarschaft, in der Kirche, in der Familie?
Setzen wir uns für echten Frieden ein? Oder begnügen wir uns manchmal mit einem „faulen Frieden“, bei dem wir Konflikten aus dem Weg gehen und die Wahrheit verschweigen – nur um des „lieben Friedens willen“?
Zu Beginn der Andacht waren die rund 50 Teilnehmenden eingeladen, darüber nachzudenken:
- Wo und mit wem lebe ich wirklich in Frieden?
- Wo sollte ich mutig die Wahrheit sagen und nicht länger schweigen?
- Wo gelingt mir trotz aller Bemühungen kein Frieden – und ich lege es in Gottes Hand?
Ein besonders eindrücklicher Moment: Die 13-köpfige Gruppe aus Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen brachte das Friedenslicht, das sie zuvor aus Zürich geholt hatten, in die dunkle Kirche. Das Motto 2025 passte perfekt: „Frieden leben – einander Licht sein“.
Angesichts so vieler Konflikte könnte man meinen: „Es hat sowieso keinen Sinn.“ Aber das stimmt nicht! Es heißt nicht umsonst: „Ein kleines Licht anzünden ist nicht viel, aber wenn es alle tun, wird es heller.“
Licht für andere sein – das ist mehr als nur eine Lampe. Auch die Kinder Charlotte und Benjamin, die gemeinsam mit unserer Organistin Hanna Mehl und der Flötistin Vreni Meier die Andacht musikalisch begleitet haben, waren solch ein Licht für uns.
Verteilen wir alle das Friedenslicht – im direkten und im übertragenen Sinn – auch im neuen Jahr 2026. Jeder auf seine Weise.



